Kammermusikabend mit Beethoven und Brahms, 14.02., 18Uhr, Genosaal

Am Samstag, den 14. Februar 2026, um 18:00 Uhr, findet im Geno-Saal der Raiffeisenbank in Nördlingen (Bei den Kormschrannen 4) ein Kammermusikabend mit zwei Schlüsselwerken der Celloliteratur statt:
Ludwig van Beethovens Sonate g-Moll op. 5 Nr. 2 und Johannes Brahms’ Sonate e-Moll op. 38.
Beethovens 1796 entstandene Sonate gehört zu den ersten Werken, in denen das Violoncello dem Klavier als gleichberechtigter Partner begegnet. Brahms’ e-Moll-Sonate op. 38 verbindet romantische Gesanglichkeit mit klassischer Form und kulminiert in einem von Bach inspirierten Fugenfinale.
Es musizieren Daniel Elias (Violoncello), geboren in Ungarn, international ausgebildeter Cellist, Preisträger eines Landeswettbewerbs, Meisterkursteilnehmer renommierter Dozenten und heute als Solist, Kammermusiker und Pädagoge tätig, sowie Michael Nuber (Klavier), vielfach konzertierender Pianist, ausgewiesener Beethoven- und Chopin-Interpret, Kammermusiker und Komponist mit umfangreichem Œuvre.
Ein Abend, der die Entwicklung der Cellosonate von der Klassik bis zur Romantik eindrucksvoll erlebbar macht. Der Eintritt ist wie gewohnt frei.
Außerdem interpretiert Daniel Elias 2 Sätze (Präludium und Bourrée) aus der Suite C-Dur für Cello solo von J.S.Bach und Michael Nuber spielt zwei späte Werke von Brahms (Intermezzo A-Dur op.118/2 und Capriccio g-moll op.116/3).
Daniel Elias wurde 1982 in Debrecen, Ungarn geboren. Mit 8 erhielt er seinen ersten Cellounterricht und wurde nach dem Musikgymnasium auf die Bela Bartok Pädagogische Musikhochschule der Universität Miskolc, Ungarn aufgenommen, wo er 2002 im Landeswettbewerb für Streicher den 1. Preis erzielte. Er spielte projektweise im dortigen Sinfonie- und Kammerorchester. Im Oktober 2004 kam er als Erasmus- Stipendiat für ein Semester nach Aachen und studierte von 2005 regulär bei Prof. Hans-Christian Schweiker an der Musikhochschule Köln, Standort Aachen. Im November 2007 wurde ihm, wegen solistischer Mitwirkung in mehreren Operprojekten der Musikhochschule, ein Förderpreis des DAAD verliehen.
Er besuchte zahlreiche Masterkurse wie zum Beispiel von Miklós Perényi, Simon Standage, Andrea Noferini, Guido Schiefen, Massimo Paris und erhielt regelmäßigen Kammermusik – Unterricht von Kálmán Kostyál, Mitglied des Budapester Franz Liszt Kammerorchesters.
Nach erfolgreichem Studienabschluss 2010 entwickelte er seine spieltechnische Fähigkeiten bei Jonas Seeberg, (langjähriger Solo-Cellist in mehrerer europäischen Orchester und Bach-Forscher) in Aachen weiter. 2018 und 2024 gab er zwei erfolgreiche Cello- Meisterkurse an der Musikhochschule Miskolc, Ungarn. 2019 erhielt er eine Förderung von der Hanns Voith Stiftung zum Erwerb eines Meister-Cellos. Er ist an mehreren Musikschulen als Lehrer für Cello und Kammermusik und als Solist tätig.
Michael Nuber studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart bei Prof. Bernhard Kistler-Liebendörfer Klavier, Musikgeschichte bei Prof. Joachim Kaiser weitere Fächer bei den Professoren Uhde, Karkoschka, Gerlach und Gümbel. Seither konzertiert er sowohl als Solist und in verschiedenen kammermusikalischen Besetzungen (Klavierduo, mit Cello, Violine, Flöte sowie als Liedbegleiter) u.a. 20 Jahre mit dem Cellisten Kálmán Dobos und der Sängerin Eva Lebherz-Valentin. Er gibt jährlich über 30 Konzerte – mit etwa 16 verschiedenen Programmen. Sie führten ihn unter anderem nach Rumänien (Bukarest und Mozartfestival in Klausenburg), in die Schweiz und viele Jahre nach Großbritannien. Wiederholt wurde er engagiert vom Herzog von Württemberg. Teilnahme am Festival „Europäische Kirchenmusik“ in Schwäbisch Gmünd mit einem Liszt-Programm, Engagements bei den Schlosskonzerten in Tettnang, Altshausen, Kunstschloss Hermsdorf/Dresden und Lindach. Beethovens 3. Klavierkonzert mit „Concerto Konstanz“ im Konzilsaal Konstanz. Schwerpunkte seines umfangreichen Repertoires bilden Bach, Beethoven (alle 32 Klaviersonaten), Schubert, Chopin (Gesamtwerk), Liszt, Skrjabin und Debussy.
Seit seinem 16. Lebensjahr widmet sich Michael Nuber auch der Komposition. Seither entstanden außer zahlreichen Klavierwerken einige Sonaten und Albumblätter für Flöte und Klavier, eine Fantasie für Cello und Klavier, ein Trio für Klavier, Flöte und Cello, eine Sonate für 2 Klaviere, ein Duo für Klavier zu 4 Händen sowie eine viersätzige Fantasie für Klavier als Psychogramm einer jungen Frau, die sich in einer ernsten Lebenskrise befindet. Bisher sind es 95 mit Opus-Nummern versehene Werke.
Außerdem schuf er viele Transkriptionen von Liedern von Schumann, Liszt, Fauré, Debussy und Ravel und weitere Bearbeitungen von Werken von Bach, Mozart, Schubert, Franck, Bruckner u.a.
„Michael Nuber ist ein Musik-“Entrückter“ am Klavier und man versteht, wenn man ihm lauscht, wie die vergangenen Fabelgestalten Liszt und Paganini ihr Publikum völlig verzaubern konnten, daß man ihnen sogar nichtirdische Kräfte zugeschrieben hatte.“ (RZ)
RZ zu 8.11.2025:
Ein musikalischer Höhepunkt war die Aufführung von Beethovens Cellosonate Nr.2 in g-moll op.5,2 durch Daniela Elias, Cello-Lehrer an der Städtischen Musikschule und dem in Gmünd gut bekannten Pianisten Michael Nuber. Mit großer Ausdruckskraft und feinem Zusammenspiel ließen sie das Werk lebendig werden, in dem Beethoven Cello und Klavier als gleichberechtigte Partner gegenüberstellt. Elias überzeugte mit Virtuosität, warmem, intensiven Ton und sensibler Phrasierung, während Nuber am Flügel mit Klarheit, Energie und feiner Dynamik den Dialog meisterhaft gestaltete. Gemeinsam entfalteten sie ein spannungsreiches Wechselspiel zwischen Dramatik und lyrischer Ruhe – ein Auftritt, der das Publikum sichtlich berührte und mit langem Applaus belohnt wurde.

